Debüt des Flugautos PAL-V auf dem Genfer Autosalon 2018

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Debüt des Flugautos PAL-V auf dem Genfer Autosalon 2018

By | 2018-03-31T11:53:17+00:00 22.03.2018|Uncategorized|Kommentare deaktiviert für Debüt des Flugautos PAL-V auf dem Genfer Autosalon 2018

Auf dem Genfer Autosalon 2018 feierte unter anderem der PAL-V Liberty Pioneer sein Debüt. Zwar handelt es sich hierbei nicht um ein autonomes Fahrzeug, aber diese kreative Umsetzung eines Flugautos hat mich so begeistert, dass ich das Gefährt hier vorstellen möchte.

Flugauto PAL-V

Der Rotor ist auf dem Dach zusammengeklappt

Der PAL-V ist ein dreirädriges Fahrzeug, das auf der Straße wie ein normales Auto genutzt wird und darüber hinaus fliegen kann. Der Flug erfolgt nach dem Prinzip eines Tragschraubers: ein Propeller am Heck erzeugt Vortrieb und durch den Fahrtwind wird ein Rotor auf dem Dach angetrieben, der den Auftrieb erzeugt. Damit werden Eigenschaften von Flugzeug und Hubschrauber kombiniert, ein Tragschrauber ist jedoch konstruktiv einfacher und leichter beherrschbar als ein Hubschrauber.

PAL-V Seitenansicht

Die Leistung auf der Straße wird mit 100 PS angegeben, die Höchstgeschwindigkeit mit 160 km/h. Im Flugmodus sind es 200 PS und maximal 180 km/h. Als benötigte Startstrecke werden 90 bis 200 m angegeben. Dabei ist jedoch zu beachten, dass in vielen Ländern eine Flugplatzpflicht besteht und damit nicht auf jeder Wiese gestartet oder gelandet werden kann – im Unterschied zu den USA, wo die Regeln etwas lockerer sind. Unklar ist mir geblieben, welche Fluglizenz in Deutschland benötigt wird bzw. ob die Sportpiloten-Lizenz für Tragschrauber ausreicht.

PAL-V Propeller am Heck

Ich bin sehr gespannt, wie sich das Konzept weiter entwickelt und welche Käufergruppen das Fahrzeug anspricht. Für Behörden und professionelle Nutzer kann ich mir schon einige Anwendungsfälle vorstellen. Aber auch für Privatpiloten könnte es eine interessante Alternative zum Flugzeug sein. Denn durch die für Mitteleuropa typischen Wetterlagen können längere Strecken im Sichtflug nicht immer wie geplant durchgeführt werden. Und einzelne Piloten lassen sich dazu verleiten, den Flug trotz marginalen Wetters fortzusetzen, um unbedingt ans Ziel zu gelangen, was zu gefährlichen Situationen führen kann. Mit einem Flugauto dagegen kann vor Einflug in eine Schlechtwetterregion auf einem Flugplatz gelandet und die Reise sicher auf der Straße fortgesetzt werden.

PAL-V Einstieg

Die holländische PAL-V International B.V. will zunächst 90 PAL-V Liberty Pioneer mit exklusiver Ausstattung und Doppelsteuerung bauen und ab 2019 ausliefern. Danach soll die einfachere PAL-V Liberty Sport folgen. Der Preis für die Pioneer ist mit knapp 500.000 Euros angegeben, während die Sport ca. 300.000 Euros kosten soll.

PAL-V Front

Ansicht von vorne

PAL-V Registration PH-PAV

Das Flug-Auto ist mit der Registration PH-PAV in den Niederlanden als Flugzeug zugelassen

PAL-V Propeller eingeklappt

Zusammengeklappter Propeller am Heck

PAL-V Benzin-Tank

Fährt und fliegt mit Super-Benzin 95, sogar mit E10

PAL-V Remove before flight

Wie bei einem „richtigen“ Flugzeug: Remove before flight

PAL-V No step

Und auch „No step“-Beschriftungen sind typisch für Flugzeuge

PAL-V Cockpit

Auch das Cockpit sieht sehr nach Flugzeug aus

PAL-V Instrumententafel

Instrumententafel

PAL-V Instrumente

Auch die Instrumente machen deutlich, dass der Führerschein alleine nicht ausreicht, um das Fahrzeug in der Luft zu bewegen

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